Im Mittelpunkt steht das sterbende / verstorbene Kind von Zeugung bzw Geburt bis zum ca 70. Lebensjahr, denn auch diese gehen u.U. noch ihren Eltern voran.

Menschen mit beruflicher Konfrontation z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettung, Klinik, Krankenhaus Hebammen, Pathologen, priv. niedergelassene Ärzte und deren Personal, (Klinik-) seelsorger, ....

Menschen mit privater Konfrontation:

1. Nicht jedes Mädchen, nicht jede Frau kann auf natürlichem Wege oder mit Unterstützung schwanger werden bzw eine Schwangerschaft austragen: Mindestens jede vierte Schwangerschaft endet - trotz bester medizinischer und mütterlicher Vorsorge – glücklos entweder durch Abortus/ Missed Abortion , Fehl- oder Todgeburt  Totgeburt. Manche Kinder sterben kurz nach der Geburt auf Grund einer Frühgeburt.

2. Nicht jedes Mädchen, nicht jede Frau will das empfangene Leben auch austragen: jährlich entscheiden sich viele Mädchen und Frauen – hoffentlich allumfassend informiert und selbstbestimmt! - gegen das Austragen ihres Kindes. Es gibt viele, berechtigte Gründe dafür.

3. Jede 8. bis 10. Frau in Österreich leidet an Endometriose  – häufig verhindert diese Erkrankung das Austragen eines lebensfähigen Kindes. Dennoch ist diese chronische Krankheit, die zu den häufigsten gutartigen Erkrankungen von Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter zählt, in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. 

4. Ja, es kommt leider sehr häufig vor, dass Kinder aus Schwangerschaften mit Gestose  oder einer ähnlichen Erkrankung, dem HELLP Syndrom die Schwangerschaft oder Geburt bzw. die ersten Wochen danach nicht überleben.

5. Sehr, sehr selten kommen Kinder mit unvollständig ausgebildeten Herzen , Nieren  oder Gehirn oder cerebale Störungen zur Welt. Bei den meisten Fehlbildungen ist ein - selten mehrere - Organ/e mangelhaft ausgebildet und/ oder nicht funktionstüchtig.

6. Jährlich sterben Kinder an Krankheiten z.B. an Krebs, Meningitis oder Sie sterben in Folge einer Erkrankung der Leber  oder auf Grund von Ess-störungen.

7. Jährlich kommen in Österreich ca … Kinder Gewaltsam ums Leben, zB nach Übergriffen gegen Leib und LebenSexueller Gewalt , Unfällen .

8. SIDS ist die Abkürzung für „Sudden Infant Death Syndrome“, die internationale Bezeichnung für den „Plötzlichen Säuglingstod “. Immer noch sterben ca 40 Kinder in Österreich am plötzlichem Kindstod (Stand 2004). Trotzdem: Der Plötzliche Kindstod ist viel seltener geworden – die Zahlen sind im letzten Jahrzehnt auf ein Viertel gesunken. 

9. Jährlich gehen in Ihrer seelischen Not ca …. Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch Suizid oder Drogen aus dem Leben.

10. Eine selten wahrgenommene Gruppe sind all jene Kinder, welche als Erwachsene verstarben – auch Sie hinterlassen verwaiste Eltern, Geschwister, Freunde ec.

11. Wir Gedenken auch all jener Kinder, welche in Folge von Naturkatastrophen, im Krieg oder KZ verstorben sind. www.vergangenheitsbewältigung.info.ms

12. Eingeladen sind auch alle Ersthelfer z.B. der Polizei, Feuerwehr, Rettung, aber auch Hebammen, Intensivmediziner, Pathologen, Seelsorger, Reinigungspersonal, Bestatter, Krankenschwestern ec. - eben all jene Menschen, welche Berufsbedingt mit dem Sterben oder Tod eines Kindes konfrontiert sind.

Alle diese toten Kinder haben Hinterbliebene, welche zu ihren Lebzeiten mit dem Tod dieses Kindes konfrontiert wurden. Diese Tragödie gilt es zu überleben. Viele Eltern und Angehörige verarbeitet den Tod ihres Kindes gar nicht oder nur sehr schwer. Trauerrituale mit anonymem, niederschwelligem Zugang wie etwa die Teilnahme an der weltweiten Trauerstunde sollen dabei helfen, Selbstheilungskräfte freizusetzen.

Ergänzend hilft der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe:
Echte Selbsthilfegruppen wurden/werden von Selbstbetroffenen und Angehörigen gegründet, um sich virtuell über das Internet und/ oder real zu Treffen mit anderen Betroffenen und Angehörigen zum gleichen Thema. Die Teilnehmer erfahren in Gesprächen gegenseitige Hilfe zB durch Erfahrungsaustausch. Häufig bieten Selbsthilfegruppen ergänzende Literaturtipps oder Sie sie verfügen über eine Leihbibliothek. Informationsweitergabe findet in jedem Fall statt, zB auch über kompetente beruflich tätige Experten zu genau dem Thema der Gruppe. Diese Selbsthilfegruppen werden ausschließlich von Selbstbetroffenen oder Angehörigen gegründet und geleitet.
Die unechten Selbsthilfegruppen wurden/ werden von Therapeuten, Pharmaunternehmern und ähnlichem gegründet bzw. werden von diesen maßgeblich gesteuert und finanziert.

Nach Erfahrungen der Selbstbetroffenen und Angehörigen ist es wichtig und wertvoll, das Thema von ganzem Herzen willkommen zu heißen, um dann den erlebten Verlust verarbeiten und loslassen zu können. Häufig finden solcher Art unterstützt Betroffene und Angehörige wieder in einen neuen, geregelten lebensbejahenden Lebensrythmus hinein.

Im Fall der weltweiten Trauerstunde an jedem 2. Sonntag im Dezember von 19 – 20 Uhr heißt das Thema “das verstorbene Kind“. Es gilt das verstorbene Kind vollkommen – d.h. incl der Missbildung, der Krankheit ec.  Anzunehmen, um es anschließend loslassen zu können.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Gespräche, regelmäßige rituelle Handlungen z.B. zum Geburts- und Todestag des Kindes oder in Verbindung mit weltweiten Trauerriten, aber auch zu Weihnachten und anderen Familienfesten für das Wiedererlangen des psychischen Gleichgewichtes bei den Hinterbliebenen von großer Bedeutung ist, da Selbstheilungskräfte freigesetzt werden.

Ergänzender Weise sind im Einzelfall Gespräche mit berufsbedingten Spezialisten, z.B. Ersthelfern, Seelsorgern, Therapeuten, Pathologen, Ärzten u.ä. angebracht und für alle sehr hilfreich.

Weitere Informationen befinden sich unter www.sonnenstrahl.org , www.gluecklose-schwangerschaft.at, www.ich-habe-abgetrieben.info, www.sternenkind.info

 


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