Es ist gut, wenn eine Familie genügend Zeit hat, sich vom Körper ihres Kindes zu trennen. Das Zeitgefühl der Eltern kann in dieser Situation verändert sein. Manche glauben, sich beeilen zu müssen, andere verweilen Stunden, ohne es zu merken. Diese Zeit ist unwiederbringlich. Auch wenn der Verstorbene später nicht entstellt sein wird, ist der Anblick in unmittelbarer Nähe des Todes vertrauter als später am Sarg oder im Leichenhaus. Das Verweilen beim Verstorbenen ist eine sehr persönliche Gelegenheit, noch mit ihm zu sprechen, ihn zu streicheln und den Ausdruck seines Gesichtes wahrzunehmen.

"Wenn ich sie angeschaut habe, war es gut. Bin ich aus dem Zimmer gegangen, hatte ich Angst, wieder hineinzugehen. draußen war die Angst, drinnen war alles in Ordnung" berichtete mir die Schwester einer jugendlichen Patentin nach deren Tod.

Größere Intimität und Vertrautheit entsteht in Patientezimmern eines Krankenhauses als in "Totenkammern", die oft Stiefkinder in medizinisch hoch entwickelten Häusern sind. Beispiele einer bewußten Gestaltung dieser " Abschiedungsräume" finden sich z.B. in der Palliativstation der Würzburger Juliusspitals, in der Kinderklinik Tübingen und in antroposofischen Einrichtungen.

Zunehmend häufiger haben Bestattungsunternehmen diesen Notstand erkannt und bieten eigene Räumlichkeiten zur Aufbahrung an, die den Bedürfnissen nach Geborgenheit, Intimität, Zugänglichkeit und Platz entgegenkommen. Beispielhaft und innovativ in diesem Zusammenhang ist Fritz Roth: Das Haus der menschlichen Begleitung. Tel: 0043 2202 93580, und " Der Trauer eine Heimat geben. Für einen unbefangenen Umgang mit dem Tod."

Es ist nicht sehr bekannt und üblich, dass - je nach Bundesland bezogenen Recht- und Gesetzeslage - Kinder, die in einer Klinik gestorben sind, vom Bestatter noch einmal nach Hause gebracht und dort aufgebahrt werden können.

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