Aus vielfältiger Erfahrung weiß ich: Viele Menschen - insbesondere Frauen - welche in diesen Tagen ihrem eigenen Lebensende sich nähern, haben die Kriegs- und Nachkriegszeit mitgemacht und haben damals ein oder mehrere Kinder verloren - oder Sie fühlten sich gezwungen, eine Schwangerschaft zu unterbrechen, etwa weil Sie von traumatisierten Soldaten vergewaltigt wurden.

Traditionsgemäß hat niemand darüber geredet. Zudem gab es für viele dieser Kinder keine Papiere, und damit offiziell kein besuchbares Grab für die Angehörigen - viele dieser Kinder existieren daher nur mehr in den Herzen der dazugehörenden Mütter.

30, 40, 60 Jahre lang und mehr haben die Betroffenen dieses Thema verdrängt - und jetzt, da ihr eigenes Lebensende naht, haben Sie Angst, ihrem vorausgegangenen Kind zu begegnen.

Sie haben Angst, mit den berechtigten Fragen des Kindes konfrontiert zu werden.

Sie haben Angst, dass die Seele ihres Kindes ihre damalige Entscheidung nicht verstehen, nicht gutheißen kann.

Sie haben Angst vor der Begegenung mit Ihrem Kind, um vielleicht aus dem Mundes des Kindes die Worte zu erhalten, das sie diesem Kinde keine gute Mutter (kein fürsorglicher Vater) sein konnten. Sie Betroffenen entwickeln häufig eine Panik vor der Tatsache, selbst zu sterben. Doch der schwächer werdende Körper gibt unbeirrbar weiterhin die Signale, dass das eigene Leben hier auf Erden dem Ende sich neigt.

Heilende Riten wie bewußt abgehaltenen Gedenkstunden auch diesen Angehörigen anzubieten, deren Kinder vor so langer Zeit verstorben sind, ist daher ein Gebot der Stunde und eine wunderbare Idee für jede Einrichtung, wo Senioren betreut werden.

Informationen über öffentlich zugängliche Gedenkfeiern finden Sie unter "zünde ein Licht an für dein verstorbenes Kind"

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